Gelenke & Sport

Ellbogenerkrankungen

Dr. Metin Demir  ·  6 Min. Lesezeit

Tennisellbogen (laterale Epikondylitis) und Golferellbogen (mediale Epikondylitis) sind häufige Erkrankungen, bei denen Ellbogensehnen durch wiederholten Strain Mikrorisse und Degeneration erleiden. Ohne Operation erreichen regenerative Therapien bei den meisten Patienten vollständige Genesung.

Warum entwickelt sich Epikondylitis?

Laterale Epikondylitis wird durch Überbeanspruchung der Handgelenkstrecker (Rückhandschlag, Mausnutzung, Schraubendreher) ausgelöst. Mediale Epikondylitis kommt vom Strain der Beuger (Vorhandschlag, Golfschwung, schweres Heben). Histologie zeigt degenerative Veränderungen — angiofibroblastische Hyperplasie — die fehlgeschlagene Heilung statt Entzündung reflektieren. Daher können Steroidinjektionen kurzfristig wirksam, langfristig aber heilungsbeeinträchtigend sein.

Behandlungen

PRP-Injektion: Wachstumsfaktoren aktivieren Fibroblasten und stimulieren Angiogenese. Langzeit-Wirksamkeit bei Epikondylitis ist klinisch belegt, mit klarer Überlegenheit über Kortikosteroide bei 6+ Monaten.

Lokales Ozon: Auf Sehnenscheide oder peri-artikuläres Gewebe angewendet, ergänzt PRP mit antiinflammatorischer und gewebsremodellierender Unterstützung.

Mesotherapie und Neuraltherapie: Peritendinöse Mesotherapie verbessert lokale Zirkulation und unterdrückt Schmerzmediatoren. Neuraltherapie zielt auf die chronische Schmerzkomponente.

Kinesiotape und ergonomische Korrektur: Strap reduziert Sehnenbelastung während der Erholung.

Übungsprogramm: Exzentrische Belastungsprotokolle sind essentiell für Sehnenheilung.

Verlauf und Prävention

Typischerweise erbringen 3–6 Sitzungen PRP oder Ozon meaningful Verbesserung. Die Korrektur wiederkehrender Strain-Muster ist mindestens so wichtig wie die klinische Intervention.

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