Carnosin und L-Arginin sind Aminosäurederivate, die in Longevity-Protokollen für Muskel-, Gefäß- und zelluläre Alterungsdynamik immer wichtiger werden. Beide werden natürlich vom Körper synthetisiert, doch ihre Spiegel fallen mit dem Alter.
Carnosin: zellulärer Schutz
Carnosin (Beta-Alanin + Histidin als Dipeptid) ist besonders in Skelettmuskel und Hirngewebe konzentriert. Bestdokumentierter Mechanismus: Glykationsinhibition — die Bildung von Advanced Glycation End-products (AGEs) wird unterdrückt. Verlangsamt Kollagen-Quervernetzung in der Haut, Gefäßwand-Versteifung und neuronale Dysfunktion.
Auch starkes Antioxidans und Puffer der Muskelermüdung (relevant für Sportler).
L-Arginin: NO-Vorläufer
L-Arginin ist Substrat der endothelialen NO-Synthase (eNOS) — der Körper braucht es als Rohstoff für Stickstoffmonoxid. NO entspannt Gefäßmuskulatur, regelt Blutdruck, reduziert Thrombozytenaggregation und schützt Endothelzellen.
Für die Performance: erhöht Muskeldurchblutung, verkürzt Erholungszeit, stimuliert moderat die Wachstumshormonausschüttung.
Anwendung und Kombinationen
Beide Moleküle können IV-Longevity-Mischungen zugefügt oder oral eingenommen werden. Für Carnosin: Hochabsorptionsformen, die die Dipeptidstruktur erhalten. L-Arginin mit L-Citrullin kombiniert erreicht effektivere NO-Produktion — L-Citrullin wird in der Leber zu L-Arginin umgewandelt und hält den Plasmaspiegel länger hoch.
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